Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung 2016

200 Jahre Geschichte des Landkreises Bad Kreuznach ließ im Rahmen der Frühjahrstagung am 19.3. im Haus des Gastes in seinem Vortrag Dr. Michael Vesper Revue passieren. Dabei erfreute er die Vereinsmitglieder und Gäste mit historischen Motiven des Landkreises, die überwiegend von der Foto-Pionierin, Nelli Schmithals stammten. Zuvor hatte Oberbürgermeisterin ein Grußwort gesprochen. Nach der Frühjahrstagung zog der scheidende Vorstand Bilanz der vergangenen drei Jahre, in der nahezu 40 Exkursionen, Vorträge und Tagungen durchgeführt wurden. Die Mitgliederzahl konnte bei 220 gehalten werden, die Vereinsfinanzen sind solide. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. 

Bei den Wahlen zum neuen Vorstand waren für vier ausscheidende Mitglieder Posten neu zu besetzen. Gewählt wurden einstimmig: Vors. Dr. Michael Vesper, stv. Vorsitzende (neu): Claudia Frey, Schatzmeister: Rolf Schaller; stv. Schatzmeister: Julius Reisek; Schriftführerin (neu): Erika Breckheimer; stv. Schriftführer: Rainer Seil; Beisitzer: Marco van Bel (neu); Franziska Blum-Gabelmann, M.A. (neu); Nicolas Kessler, M.A.; Stefan Kühlen; Anja Weyer, M.A.

Exkursion ins Weltkulturerbe Mittelrhein

Am Samstag, 5.6, lud der Verein für Heimatkunde für Stadt und Kreis Bad Kreuznach zur Exkursion in das Weltkulturerbe ein. Anja Weyer hatte eine Besichtigung von Bacharach und der Zollburg Pfalgrafenstein organisiert und als geschulte Stadtführerin alle Führungen selbst übernommen. Die 30 Teilnehmer, Vereinsmitglieder und Gäste, verschafften sich einen guten Einblick von den Wurzeln des mittelalterlichen Reichtums, Handel und Zoll, vom kulturhistorischen Erbe und von den aktuellen Verkehrsproblemen. Das Rheintal verdankt seinen Reichtum seiner Eigenschaft als Verkehrsader - aber das wird nun auch schon mal als Manko empfunden.
Die Rückfahrt auf dem rechten Rheinufer erwies sich dann als kleine Irrfahrt. Wegen eines Bikertreffens waren für den Bus alle Zufahrten zu Fähren entweder gesperrt oder blockiert. Da blieb nur der Umweg über Mainz - 2 Stunden dauerte die Fahrt zurück nach Bad Kreuznach.
Trotzdem - alle Teilnehmer waren froh dabei zu sein und hatten Anja Weyer einen tollen Tag zu verdanken.

 

Frühlingswanderung im Langenlonsheimer Wald Wald, Weinberge und wogende Steppengräser

 

 



Am Sonntag, 3. Mai, 10.00 Uhr lud der Verein für Heimatkunde für Stadt und Kreis Bad Kreuznach zu einer dreistündigen Wanderung im Langenlonsheimer Wald ein.

Unter der kundigen Führung von Dr. Erwin Manz entdeckten die Teilnehmer die typische Tier- und Pflanzenwelt einer Landschaft, die in weiten Teilen noch von eiszeitlichen Verhältnissen geprägt ist, und in der an vielen Stellen nur besondere Lebenskünstler der Pflanzenwelt gedeihen können.

Dr. Erwin Manz, langjähriger Geschäftsführer des BUND, hat auch diese Gegend in seinem Wanderführer „Ein schöner Tag. Wandertouren“ beschrieben.
Typisch für das sich bald anschließende Naturschutzgebiet Fichtekopf sind seine markanten Felsformationen. Durch Weinberge geht es hinauf auf die Hochfläche, wo rundgeschliffene Kieselsteine verdeutlichen, dass genau hier in der Eiszeit die Ur-Nahe verlief. Auf felsigen Stellen wachsen Eichen, Wild- und Felsenbirnen, Inseln mit einem Kopfauch-Haarpfriemengras-Steppenrasen prägen das Landschaftsbild. Im Langenlonsheimer Wald mit seinem löshaltigen Boden können Bäume und Stauden bestens gedeihen und sorgen für eine dichte Vegetation.

 

 

 

Frühjahrstagung am 28.3.2015

 


Die diesjährige Frühjahrstagung mitanschließender Mitgliederversammlung war auch diesmal wieder gut besucht.


Vor der eigentlichen Sitzung ehrte Herr Dr. Vesper die aus dem Amt geschiedene Kulturdezernentin Fr. Manz und überreichte als Dank für die langjährige gute Zusammenarbeit einen Stich von Bad Kreuznach.


Anschließend begrüßte Dr. Vesper den Referenten Dr. Michael Wuttke und stellte ihn

der Versammlung vor. Das Thema seines Vortrages lautete“Fossilien – Momentaufnahmen aus dem Fluß des Lebens am Beispiel des Hunsrückschiefers“.


Die vor 360 Mill. Jahren entstandene Grube in Bundenbach ist leider schon seit Jahren stillgelegt, so dass es keine neuen Funde mehr gibt. Allein die bereits gefundenen Fossilien lassen auf eine Vielfalt von Leben schließen. Leider sind in früheren Zeiten die nur mm großen Tierchen auf der Abfallhalde gelandet, weil man sie beim Spalten der Schieferplatten einfach nicht erkannt hat. Man hat aber eine noch nicht angebrochene Wand gefunden, die man aus der Grube mit Hilfe großer Kreissägen aussägen und in „handlichen“ Stücken ins Museum abtransportieren konnte. Die Wissenschaftler erhoffen sich von diesen Stücken eine größere Einsicht in die Lebensformen des Meeres von vor 360 Mill. Jahren.


Von den gefundenen Fossilien, die z.T. sehr aufwendig bearbeitet werden mussten, um sie überhaupt zu erkennen, wurden aufwendige Rekonstruktionen gezeichnet, so daß auch wir als Laien die verschiedenen versteinerten Lebewesen gut erkennen konnten.


Die Fossilien aus Bundenbach sind auf jeden Fall weltberühmt und es gibt auf der Welt kein großes Naturkundemuseum, das nicht Funde aus dieser Grube besitzt.


Am Ende seiner Ausführungen stellte Herr Dr. Wuttke in den Raum, ob man die bedeutende Sammlung von Herrn Geib nicht leihweise einem größeren Naturkundemuseum z.b. Mainz zur Verfügung stellen sollte.


Nach der Kaffeepause fand die Jahresmitgliederversammlung statt. Dr. Vesper berichtete über das neue Jahresprogramm und über den Beschluß des Vorstandes in Zukunft weniger

Ausflüge aber dafür attraktivere anzubieten. Es folgte der Bericht des Kassenwartes Es gab zu beiden Berichten keine Aussprache, so dass nach einstimmiger Entlastung des Vorstandes die Sitzung geschlossen wurde.

 

 

 

 


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